Bildungsoffensive Augsburg - 16. Juli 2005

Mit dem Spatenstich für die neue „Drei-Auen-Schule” im Norden von Oberhausen bringt die Stadt ein enorm wichtiges Projekt auf die Zielgerade. Wo auf der „Bildungs-Landkarte” unserer Stadt bislang nur ein weißer Fleck zu finden war, entsteht nun eine Bildungsstätte, die Schule und neuer kultureller Quartiersmittelpunkt zugleich sein wird.

Bild links: Stadtrat Gerhard Malik, OB Dr. Paul Wengert, Stadtrat Dieter Benkard, Heinz Paula MdB und Schulreferent Sieghard Schramm (v. l.) mit Oberhauser Kindern beim Spatenstich.

Bild (l.): Stadtrat Gerhard Malik, OB Dr. Paul Wengert, Stadtrat Dieter Benkard, Heinz Paula MdB und Schulreferent Sieghard Schramm (v. l.) mit Oberhauser Kindern beim Spatenstich.


Am neu gestalteten „Drei-Auen-Platz” entsteht eine Schule, wie sie bisher in Augsburg noch nie konzipiert wurde. Diese Bildungsstätte wird nicht nur einfach eine Grundschule sein, sondern auch ein Zentrum für Bildung und soziale Kultur, das weit mehr als den üblichen Unterricht bietet. Damit wird die „Drei-Auen-Schule” den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht und ist auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts bestens vorbereitet. Neben der Nutzung als Grundschule soll das Gebäude als Begegnungsstätte für Jung und Alt folgende Nutzungsmöglichkeiten bieten:



  • Betreuung und Verpflegung der Kinder in Ganztags- und Hortgruppen
  • Offene Jugendarbeit, Begegnung und Beratung für Jugendliche
  • Aktive, kreative und kulturelle Freizeitgestaltung
  • Treffpunkt für Arbeitskreise und Initiativen im Stadtteil
  • Internet-Cafe

OB Dr. Paul Wengert: „Die notwendige Ergänzung der Infrastruktur des Stadtteils, die auch das Stadterneuerungsprogramm ,Soziale Stadt Oberhausen' bereichern wird, ist eine ganz bedeutende Investition in die Zukunft.” Die Gründe für den Bau dieses in vielerlei Hinsicht innovativen Objektes liegen auf der Hand. Die bestehenden Schulen im Nordwesten sind dem Andrang lange nicht mehr gewachsen, sie platzen buchstäblich „aus allen Nähten”. Die dort lebenden Kinder dürfen gegenüber Schülern in anderen Stadtteilen nicht länger im Nachteil sein. Es gilt, optimale Fördermöglichkeiten für alle zu schaffen. Gerade ein Land wie Deutschland, das kaum über natürliche Ressourcen verfügt, muss umso nachdrücklicher auf den „Rohstoff Bildung” setzen, und dieser muss im wahrsten Sinne des Wortes „nahe liegend” sein. Nach Fertigstellung der „Drei-Auen-Schule” wird es auch in Oberhausen-Nord keine langen Schulwege, überfüllte Klassen und räumliche Notlösungen mehr geben.


Mit diesem Projekt beweist die Stadt erneut, dass sie sich nicht von ihrem Ziel abbringen lässt, Bildung als vorrangige Aufgabe zu verfolgen. Der Schulreferent Sieghard Schramm: „Anstelle provisorischer Notlösungen setzen wir mit unserer ,Drei-Auen-Schule' auf einen Neubau. Weite Schulwege im Grundschulbereich sind damit passé, und auch die bisherige Trennung der Kinder in die verschiedenen Schulen westlich bzw. östlich der Donauwörther Straße wird dadurch aufgehoben. Als Grundlage wurde mit den zuständigen staatlichen Stellen ein neuer Grundschulsprengel festgelegt. So schaffen wir die ,Ost-West-Vereinigung' aller Schüler in einer Grundschule, die für unsere Kinder gemeinsamer Lebensraum und Heimat im Stadtteil sein wird. Die Ganztagsangebote nach dem Unterricht sind hierbei ein wichtiger Bestandteil.”


Daten und Fakten zur Schule:



  • 10,3 Mio. Euro Investitionsvolumen inklusive Außenflächen
  • Förderung dank Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung und Betreuung”
  • Förderung durch Landesmittel
  • Baubetreuung: Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg
  • Grundfläche ca. 12.000 qm
  • Dreizügige Grundschule mit 12 Klassen einschließlich notwendiger Fachräume
  • Betreuungsangebote an der Schule: Hort- und Ganztagsgruppen mit Mittagessen
  • Sporthalle und Freisportanlage mit Rasenspielfeld, Hartplatz und Laufbahnen
  • Räume für stadtteilbezogene Nutzung als Begegnungsstätte für Oberhausen-Nord