Stadtbergens Unternehmer wollen mitgestalten - 21. Juli 2005

„Politisch Einfluss nehmen und mitgestalten kann nur, wer sich auch artikuliert”, meint der Rechtsanwalt Dr. Helmut Graf und deswegen rief er nun gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Ludwig Fink die „Gewerbeinitiative Stadtbergen” ins Leben. Auf dieser Plattform soll sich der Mittelstand der Marktgemeinde zusammenschließen.

Hier sollen in der Zukunft über alle Parteigrenzen hinweg die Interessen der Unternehmer in Stadtbergen sinnvoll vertreten werden. Die Gewerbeinitiative möchte nämlich ein regionales Netzwerk der Selbständigen in der Marktgemeinde etablieren: „Über unsere Kontakte und durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde haben wir einen heißen Draht zu den politischen Entscheidungsträgern und bereiten so den Weg für eine kontinuierliche Zusammenarbeit”, erklärt Dr. Graf den Hintergrund der Gewerbeinitiative.


Die Idee ist denkbar einfach: Die Gewerbeinitiative Stadtbergen soll eine Plattform für neue Geschäftskontakte, Ideen und Erfahrungen bilden. So soll über Generationen und Branchen hinweg ein Erfahrungsaustausch stattfinden. Auch die Vernetzung über Gemeindegrenzen hinaus ist gewährleistet. Vor allem die Interessen kleinerer und mittlerer Betriebe stehen bei dieser Gewerbeinitiative im Vordergrund und ein partnerschaftlicheres Verhältnis zwischen Öffentlichkeit, Behörden und den angeschlossenen Mitgliedern ist Grundvoraussetzung. Die Initiative pflegt stetigen Kontakt zu den Behörden, damit die Anliegen der Unternehmer unmittelbar mit den Entscheidungsträgern besprochen werden können.


Der Markt Stadtbergen ist von den 46 Gemeinden im Landkreis Augsburg die fünftgrößte, ausgehend von der Bevölkerungsdichte. Doch was die Grundfläche angeht, da steht die Marktgemeinde gerade mal an 37. Stelle. Und diese gravierende Flächenarmut hat vor allem Auswirkungen, wenn es darum geht, neue Gewerbeflächen auszuweisen. Gerade hier sieht sich die Initiative gefordert. Vielleicht ist es ihr auch zu verdanken, dass nach jahrelanger Stagnation wieder Bewegung in die Planung des einstigen Lescha-Geländes zwischen Ulmer Landstraße und B 300 gekommen ist. Der erste Planungsabschnitt ist bereist abgeschlossen und neue Geschäftsideen sind am entstehen. So werden sich auf dem neuen Gewerbegebiet künftig zwei Stadtberger Autohäuser vergrößern und ein Sanitärhandwerker niederlassen. Außerdem werden zwei Lebensmittelmärkte, ein Drogeriemarkt sowie ein Bekleidungshaus vor Ort ihre neuen Geschäfte eröffnen.


Doch nicht nur im Kampf um Gewerbeflächen setzt sich die Initiative für die Belange der Firmen ein. Vor allem möchte man die ortsansässigen Unternehmen unter den Stadtbergern selbst bekannter machen. Deshalb trat die Initiative auch mit einer Gewerbeschau beim diesjährigen Marktfest an. Besucher wie Aussteller waren gleichermaßen begeistert von der Ausstellung und so plant man bereits, auch beim nächsten Marktfest wieder mit dabei zu sein. Deshalb wollen sich die Mitglieder der Stadtberger Gewerbeinitiative regelmäßig treffen und ab August wird man auch mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten sein. Über einen E-Mail-Verteiler will man auch außerhalb der Treffen regelmäßig in Kontakt bleiben. Momentan ist die Stadtberger Gewerbeinitiative noch auf der Suche nach zwei oder drei Unternehmern, die sich ehrenamtlich einsetzen wollen. Dr. Helmut Graf: „Wir wollen uns für die ortsansässige Wirtschaft engagieren, letztendlich profitieren alle davon.”


Wer mit der Stadtberger Gewerbeinitiative Kontakt aufnehmen möchte, kann sich direkt bei der Kanzlei Dr. Graf melden: Telefon 0821.444.03.50 bzw. info@kanzlei-drgraf.de.