Ist den Augsburgern Äthiopien schnuppe? - 19. April 2006Wenn sich die Augsburger in den nächsten Wochen nicht am Riemen reißen, dann zeichnet sich bereits jetzt ein peinliches PR-Debakel ab. Nur zur Erinnerung: Karlheinz Böhm hat in der letzten „Wetten dass”-Sendung die deutschen Kommunen zu einer verwegenen Wette aufgefordert - Augsburg und 20 weitere Kommunen haben angenommen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens seiner Stiftung „Menschen für Menschen” hat Karlheinz Böhm gegen die Augsburger gewettet, dass sie es vom 1. April bis 11. Mai nicht schaffen, dass ein Drittel von ihnen je einen Euro für die Äthiopienhilfe spendet. OB Dr. Paul Wengert hat die Wette stellvertretend für die 269.449 Augsburger Bürger angenommen. Diese Wette ist gewonnen, wenn 89.816 Euro für den Bau einer Schule in Äthiopien zusammenkommen (wir berichteten).
Jetzt hat die Stadt nach dem Osterwochenende stolz auf die 2.444 Euro verwiesen, die OB Wengert mit den Stadträten zum Fassanstich auf dem Osterplärrer bei den Festbesuchern, der Botanische Garten bei den Erholungssuchenden, Bahnpark, Dult und die Frühjahrsmesse eingesammelt haben. Leider macht der aktuelle Kontostand wenig Mut, dass Augsburg sich durch seine Spendenbereitschaft löblich hervortun könnte. Bislang sind lediglich 10.847 Euro eingegangen - da fehlen bloß noch schlappe 78.969 Euro. Nur Bremen (6.820 Euro), Mainz (9.377 Euro) und Halle (5.866 Euro) können ähnlich peinliche Kontostände vorweisen. Und dabei wäre alles so einfach: einfach auf die Homepage zur Städtewette surfen und den Euro spenden - online. Der Spenden-Euro kann auch via Telefon-Hotline (0900.330.400.407 gebührenfrei) gegeben werden (wird über die Telefonrechnung abgerechnet; allerdings nur übers deutsche Festnetz erreichbar) oder auf das Konto 22590, bei der Stadtsparkasse (BLZ 720.500.00) eingezahlt werden (Empfänger: Stiftung „Menschen für Menschen”). Noch Fragen? 0821.324.94.20 bzw. medien@augsburg.de. |