Alles Gute „VÜD” - 08. September 2006

Das ist ja mal ein schönes Jubiläum, das die Stadt Augsburg jetzt bekannt gegeben hat. Da kann man dieser Tage tatsächlich 20 Jahre städtischen Vekehrsüberwachungsdienst feiern. Keine Frage, wer sich über die - O-Ton Bürgermeister Klaus Kirchner - „sorgfältige Arbeit” am meisten freut. 42 Millionen € hat die Truppe in 20 Jahren eingespielt.

Es ist jetzt 20 Jahre her, dass sich der Stadtrat Anfang September 1986 dazu entschlossen hat, Augsburgs Park- und Strafraum aktiv überwachen zu lassen. Halbwegs paradiesische Zeiten für Verkehrssünder hatten damit ein rigides Ende. Der Stadtrat hatte dazu auch allen Grund. Wie Bürgermeister Kirchner mitteilt, war der ruhende Verkehr immer mehr zu einem Problem in der City geworden. „Parkansprüche von Kurzparkern, Anwohnern, Beschäftigten und Lieferanten kollidierten zunehmend. Auch die Missachtung von Park- und Halteverboten nahm gravierend überhand. Die Folge waren zu geparkte Gehwege und Fußgängerzonen, auch Kurzzeitparkplätze standen kaum mehr zur Verfügung.”


Und so kam es, dass der Stadtrat dem mobilen Wildwuchs den Kampf ansagte - bis heute. 1986 nahmen 25 Politessen und fünf Verwaltungsangestellte, liebevoll „VÜD” genannt, ihre Arbeit auf. Das waren noch Zeiten. Schon bald erkannte man mögliche Effizienzsteigerungen und so kam es, dass inzwischen beim „VÜD” 66 Mitarbeiter im Außen- und 16 Mitarbeiter im Innendienst beschäftigt sind. Zu den Aufgaben zählen auch Geschwindigkeitskontrollen über die Stadtgrenze hinaus. Und noch viel mehr ist möglich. So beklagen sich nämlich auch die Kommunen immer lauter über unbotmäßige „Parknomaden”. Um - so Klaus Kirchner - „den Forderungen breiter Bevölkerungskreise nach verstärkter Kontrolle des ruhenden Verkehrs nachzukommen, wurden nun die Gebiete außerhalb der Kernstadt einbezogen. Für sie wurde eigens eine mobile Außendienstgruppe entwickelt.” Seit April arbeiten Stadt und Kommunen noch enger bei Radarkontrollen zusammen, seit neuestem auch mit Kontrollen in Neusäss.


Allgemeine Informationen:


Unser „VÜD” verfügt über eine eigene Bußgeldstelle. Im Lauf von 20 Jahren wurden circa 4,4 Millionen Strafzettel ausgestellt, die einen Wert von ungefähr 42 Millionen € hatten. Bei der Verkehrsüberwachung sind sechs Außendienstmitarbeiter täglich von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Einsatz. Außerdem wurde dafür eine Stelle im Innendienst für Nachermittlungen und Einwendungen geschaffen.


Wir gratulieren!